Ein großer Traum von der Bucket List sollte 2016 abgehakt werden: Island. Nachdem ich bereits 2010 Flüge nach Reykjavik gebucht hatte und aufgrund des Vulkanausbruchs des Eyjafjallajökull wieder storniert hatte, war dies nach wie vor ein großer Traum von mir. Und 2016 war es soweit – wir wollten wieder ein Nordland bereisen. Im Februar recherchierten wir bereits ausgiebig, welche Route es werden sollte, und den Großteil der Unterkünfte buchten wir auch im Vorfeld. Im Februar waren durchaus einige Unterkünfte komplett ausgebucht für die High Season im Juli/August. Daher entschlossen wir uns, auch aufgrund der teils exorbitanten Preise, abwechselnd zu campen. In der Natur Islands wäre das doch auch ein tolles Erlebnis. Geplant war vor Abreise die Route 1 von Reykjavik nordwärts mit einigen Abstechern abseits der Standard-Route und 10 Nächte Unterkunft und 13 Nächte Camping. Die Reise machten wir zu dritt: Christian, meine beste Freundin Uschi und ich. Und endlich ging es im Juli dann auch los.

Reykjavik, Golden Circle & Landmannalaugar

Natürlich mit dem ersten Stopp in Reykjavik. Mitten in der noch hellen Nacht gelandet wurde am Folgetag mal ausgiebig die Hauptstadt zu Fuß erkundet: Konzerthaus Harpa, Hallgrímskirkja, Hafen, Skulptur „Sun Voyager“, Shopping Straße und vieles mehr. Am nächsten Tag sollte es auch schon ins Hochland gehen mit einer ausgeklügelten Route: Zuerst Shopping für die bevorstehenden Camping-Nächte und dann ging es über die Golden Circle Route von Þingvellir zum Geysir und Gullfoss, um am Ende mitten in der Nacht in Landmannalaugar im Hochland anzukommen. War Gott sei Dank ja nicht dunkel um 1.00 Früh. In Landmannalaugar verbrachten wir den ersten Tag mal gemütlich mit einem ausgiebigen Bad im Natural Bath nähe des Campingplatzes. Den ganzen Tagen kamen unzählige Busse mit vielen, vielen Touristen an, die sofort mit dem Trek auf das Lavafeld Laugahraun starteten. Es gibt nicht nur diesen einfachen Wanderweg auf dem Lavafeld, sondern viele Trekking-Routen, die von Landmannalaugar aus gehen. Wir warteten mit dieser Wanderung bis 20.00 abends, da viel weniger Menschen unterwegs waren. Aufgrund der quasi 24 Stunden Sonne bzw. Helligkeit war dies auch kein Problem so spät zu starten. Die 6 km Wanderung auf das Lavafeld Laugahraun, vorbei an den Fumarolen und Schlammtöpfen beim Vulkan Brennisteinsalda vorbei über den Laugavegur durch die Schlucht Grænagil wieder zurück nach Landmannalaugar, war atemberaubend. Diese Farben, die Vulkangesteine überall, immer wieder Dampf aus der Erde – ein wirklich kaum in Worte zu fassender Fleck Erde. Die erste Camping-Session ging somit zu Ende und wir fuhren wieder retour in die Zivilisation nach Selfoss, wo wir uns den Urridafoss, Stokkseyri (die beste Hummersuppe meines Lebens) und Eirarbakki angesehen haben.

Gletscher Langjökull & Umgebung

Von Selfoss aus ging es Richtung Norden nach Husafell. Am Weg dorthin kamen wir bei Akranes, Reykholt, Delidartuguhver (Geothermal Feld) und den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafossar vorbei. Das Schöne an Island ist, dass es quasi überall Pools mit heißem Thermalwasser gibt. Auch am Campingplatz in Husafell gibt es ein öffentliches Bad mit unterschiedlich temperierten Pools – die haben wir gleich abends mal ausgiebig genutzt, um uns vor der Camping-Nacht aufzuwärmen. Der nächste Tag stand im Zeichen des nahe gelegenen Gletschers Lanjökull, wo wir eine Ice Cave Tour gemacht haben. Mit unserem Glück mit einem „extraordinary“ guten Wetter. Nachdem wir mit einem „Icelander“ auf dem Gletscher über Gletscherspalten und die Unweiten von Schnee bis zur Eishöhle gefahren sind, ließen uns strahlend schöner Sonnenschein und eine grandiose Sicht den Atem mitten auf dem Gletscher stocken. Mit einer Guided Tour in der Ice Cave haben wir viele interessante Fakten über Gletscher, Vulkane und der aktuellen Gletscher-Entwicklungen gelernt. Voll gepumpt mit Adrenalin und Serotonin waren wir nach dieser Tour vollen Mutes, um eine Wanderung durch die Lavahöhle Surtshellir, entstanden vor über 1000 Jahren durch fließende Lava, zu unternehmen. Rückblickend betrachtet war das eher irrsinnig und gefährlich. Wir empfehlen hier eine geführte Tour zu machen als dies auf eigene Faust ohne ordentliche Ausrüstung zu machen. Allerdings haben wir auch keine Idee, wo man eine geführte Tour hierfür buchen könnte. Wenn man es alleine machen möchte, ist das Tragen eines Helms aus unserer Sicht allerdings obligatorisch.

Halbinsel Snæfellsnes

Weiter ging es zur Halbinsel Snæfellsnes, wo wir gleich einige Highlights der Insel besucht haben: Langaholt Strände (dort besteht die Möglichkeit Robben direkt am Strand anzutreffen oder diese auf den nahe gelegenen kleinen Felsen zu beobachten), Malariff, Búðir mit ihrer wunderschönen schwarzen Kirche, Djúpalónssandur und Anarstrapi. Ein wunderschöner Tag mit beachtlich gutem Wetter ging in Grundarfjörður zu Ende, wo wir ein kleines, feines Hostel bezogen. Die Erkundung der Halbinsel ging weiter mit dem amerikanischen Sendemast Gufuskálar (das höchste „Gebäude“ Islands), Skarðsvík (einem wunderschönen Strand), einem kurzen Aufstieg zum Vulkankrater Vatnsborg, einer Mini-Wanderung an der Gletscherkante des Gletschers Snæfellsjökull und dem Besuch der Sönghellir Caves (aufgrund des Echos in den Höhlen heißen diese „singing caves“). Übernachtet haben wir einem total süßen AirBnB Apartment wieder in Grundarfjörður. Am Ende der Halbinsel-Route haben wir in Stykkishólmur noch eine „Viking Sushi“ Bootstour durch die bunte Inselwelt im Breiðafjörður Fjord gemacht, bei der während des Trips Jakobsmuscheln gefischt werden und diese frisch und roh gekostet werden können. Ist zwar eine kurze Überwindung, aber die waren absolut schmackhaft und frischer geht es wohl nicht.

Westfjorde & Nordwesten

Nach Snæfellsnes machten wir uns auf den Weg nach Drangsnes in die Westfjorde. Ein süßer, kleiner verschlafener Ort mit einem kleinen, etwas rustikalen, Campingplatz mit toller Aussicht auf das Meer. Das absolute Highlight dort sind die drei öffentlichen Mini Hot Tubs direkt am Meer, die man gratis nutzen kann. Die Westfjorde haben wir aufgrund der beschwerlichen Straßen nicht weiter gemacht und sind somit weiter Richtung Norden Islands, zuerst einmal nach Ósar. Vom einzigen Hostel weit und breit sind wir auf eine Mini-Wanderung runter zum Strand Ósar, der eine der größten Robben-Kolonie Islands beheimatet und zum Hvítserkur, einem interessant geformten Basaltfelsen. Einer isländischen Sage nach soll es sich bei dem Felsen um einen Troll handeln, der von der Sonne versteinert wurde, als er das Kloster Þingeyrar mit Steinen bewarf. Am Folgetag ging es weiter zum nächsten Fjord, wo wir zuerst Blönduós mit einer spannenden Flussmündung im Ort und einer sehr modern gebauten Kirche, danach zum Fluss Laxá, einem glasklaren Fluss mit wunderschöner Flora. Die nächsten Stationen waren Sauðárkrókur, bedeutend für den Fischfang, Glaumbær mit Besichtigung des Torfhofes. Durch das Geocachen kamen wir auch zu einem besonderen Sanddünen-Ort, dessen Namen ich nicht mehr ausfindig machen kann. Das war eine sehr spezielle Szenerie, die seines gleichen sucht und eines der unerwarteten Highlights der Reise war. Der Tag fand seine Vollendung im öffentlichen Bad von Hofsós. Ein wahnsinnig schön gebautes Schwimmbad an einer Felskante mit Blick auf das Meer. Da es in Drangsnes so kalt und windig war, haben wir uns kurzerhand entschlossen spontan über AirBnB einen Farm Homestay in Varmahlíð zu machen. Das war eine super Entscheidung, so haben wir sehr herzliche und interessante Isländer kennen gelernt, die uns noch einige Tipps mit auf den Weg gaben.

Akureyri & Umgebung

Nach diesem herzlichen und warmen Homestay machten wir uns in die Hauptstadt des Nordens, nach Akureyri. Das war eher ein organisatorischer Stopp zum Vorräte auffüllen und tanken, da wir hier leider kein Wetterglück hatten. Danach ging es erstmal weiter zum Christmas House und einer Daryfarm, wo es außergewöhnlich gute Eiscreme gibt. Das Highlight des Tages war Goðafoss, einer der für uns schönsten Wasserfälle Islands. Auch wenn nicht so spektakulär groß, aber die Form hat etwas sehr Spezielles. Nach einem kurzen Stopp in Húsavík ging es in die Nähe zum wunderschönen Tungulending Guesthouse, auf das wir uns schon sehr lange gefreut haben. Eine alte Kaviarfabrik umgebaut in ein Gästehaus direkt am Meer, sehr abgelegen und ruhig und mit hervorragender Küche. Ein absoluter Wohlfühl-Ort! Wenn man schon in Húsavík ist, so muss eine Whale Watching Tour fast obligatorisch gemacht werden. Nach langen Diskussionen haben wir uns auf die Speedboat-Tour geeinigt, die zwar teurer ist, allerdings ist man bei Wal-Sichtung viel schneller und möglicherweise auch sehr nah dran. Die hat sich auch wirklich ausgezahlt – die Tour war im Vergleich zu Kanada noch einmal um einiges imposanter. Auch die Wale haben nicht allzu lange auf sich warten lassen nach der Puffins-Insel. Und sogar eine Robbe haben wir in freier Wildbahn gesehen, eine Seltenheit in Island (laut Aussage unseres Guides).

Mývatn & Umgebung

Nach der aufregenden Tour ging es in den Jökulsárgljúfur-Nationalpark in der Nähe von Ásbyrgi mit vielen Highlights. Einer Schlucht, die einem Hufeisen ähnelt und entsprechend sagenumwoben ist. Aufgrund des Zusammentreffens von Feuer, Gasen und Wasser entstanden Berge, die regelrecht zerrissen scheinen – diese Gegend wird als Hljóðaklettar (Echofelsen) bezeichnet. Im Süden des Nationalparks findet sich Dettifoss, der größte Wasserfall im Nordosten Islands und der leistungsstärkste Europas. Ein imposanter Wasserfall, den man bereits lange durch seine große Gischt sieht und je näher man kommt auch Beben spürt und hört. Eine sehr besondere Naturgewalt. Der etwas vorgelagerte Selfoss ist weniger imposant, dafür auf mehrere kleine Wasserfälle aufgeteilt und hat somit auch seinen eigenen, besonderen Charme. Nach diesem wunderbaren, aber anstrengenden Tag kamen wir beim See Mývatn an, wo wir unser Zelt aufbauten und einen wunderschönen sonnigen Abend genossen. Der nächste Tag stand im Zeichen der spannenden Geothermal-Region rund um Mývatn. Wir starteten mit einem Aufstieg zum Krater Hverfell, welcher zum Vulkansystem der Krafla gehört. Nach einer Besichtigung einer ehemaligen Grotte zum Baden, die allerdings mittlerweile zu heiß geworden ist, ging es zur Region Krafla. Dort bestiegen wir den Víti-Krater, der einen wahnsinnig türkisfarbenen und imposanten Kratersee beherbergt. Danach wanderten wir über die das Gebiet des Vulkans Leirhnjúkur. Die Lavafelder sind immer noch warm und entgasen, ebenso wie der Gipfel und das Hochtemperaturgebiet mit seinen Solfatoren, Schlammquellen und Fumarolen an seinem Fuß. In der Region um den Zentralvulkan Krafla ist die Besichtigung von Hverir ein absolutes Muss. Ein kleiner Rundgang durch kochende Schlammtöpfe, zischende Fumarolen und Solfatoren. Auf sehr kleinem Gebiet ein spektakuläres Erlebnis. Der krönende Abschluss dieses Tages bot das Mývatn Nature Baths. Ähnlich der Blue Lagoon bei Reykjavik ein Geothermal-Bad mit speziell angereichertem Wasser mit einer einzigartigen Aussicht und Szenerie. Und eine Wohltat nach einem anstrengenden Tag mit viel Wandern.

Hochland Askja

Ein großer Traum war die Besichtigung des Vulkans Askja. Ein sehr beschwerlicher Straßenweg führt durch die unendlichen Weiten des Hochlands mitten durch tausende Schlaglöcher, raus stehende Felsen, Sandstraßen mit wenig Grip und natürlich durch Wasserfurten. Nach einer langen Fahrt wanderten wir noch ca. eine Stunde zur atemberaubenden Caldera des Vulkans Askja und dem Viti-Krater.

Ostfjorde & Öxi

Abends schlugen wir unser Zelt in Egilsstaðir auf, in der größten Stadt im Osten Islands. An dieser Camping-Rezeption war wohl die sympathischste aller jemals da gewesenen Rezeptionistinnen! Wirklich eine tolle Frau, die uns mit vielen Tipps versorgt hat und uns für Vik bereits vorab Tipps für eine Unterkunft gab (aufgrund des Wetter-Forecasts wussten wir bereits, dass wir dort nicht campen wollen). Wir haben Agnes die „Encyclopedia Islandica“ genannt 🙂 Aber nun hieß es weiter in den Süden. Wir nahmen einen der für uns schönsten Pässe in Island, und zwar den Öxi-Pass. An einem Punkt öffnet sich die Landschaft unter einem, das kann man mit Worten nicht beschreiben. Das war ein absoluter Wow-Moment – ich musste als Fahrerin auch kurz stoppen, um diesen Moment zu inhalieren und bewusst zu machen. In den Ost-Fjorden stoppten wir in Djengivogur.

Höfn, Jökulsárlón & Skaftafell

Danach kamen wir zu Strokksnes beim Vestrahorn, um an unserem Schlusspunkt an diesem Tag in Höfn anzukommen. Von dort machten wir uns auf den Weg zur Glacier Lagoon Jökulsárlón, welcher am Südrand des Gletschers Vatnajküll liegt. Ein imposanter See mit vielen Eisbergen, von groß bis klein. Da wir am Tag zuvor sehr starken Wind hatten, wurden die Eisberge mitunter recht stark an die Ufer des Sees gedrängt, sodass wir einen atemberaubenden Weg mitten durch diese unternehmen konnten. Angrenzend an die Gletscherlagune ist ein schwarzer Basaltstrand, wo immer wieder durch die Strömung Eisberge aus der Lagune raus gespült werden. In der Nähe befindet sich noch ein weiterer Gletschersee, der abgelegenere Fjallsárlón mit kleineren Eisbergen, den wir auch besucht haben. Nach diesen tollen Eindrücken haben wir im Skaftafell Nationalpark unser Zelt aufgebaut und den Tag ausklingen lassen. In Skaftafell gibt es unzählige Wanderwege, einen entlang der Gletscherzunge des Skaftafellsjökull haben wir auch bestritten, um danach weiter zum Wasserfall Svartifoss zu gelangen. Die 1,5-stündige Wanderung entlang der Gletscherzunge war ein tolles und aufregendes Erlebnis. Von dieser Sicht hatten wir einen Gletscher noch nicht gesehen und das war einfach wunderschön. Nach der 1,5 Stunden Gletscher-Wanderung ging es zum Svartifoss. Das ist zwar ein recht kleiner Wasserfall mit schwarzen Basaltsäulen, strahlt jedoch eine eigene Magie aus. Abends haben wir noch eine Mini-Wanderung an eine nahe gelegene Gletscherzunge gemacht, wo bereits einige Hollywood-Filme einen imposanten Drehort hatten.

Vik & Umgebung

Nach den Gletschern ging es weiter Richtung Vik, wo wir am Weg das Örtchen Kirkjubæjarklaustur und den Canyon Fjaðrárgljúfur besuchten. Ein leider sehr regnerischer Tag, sodass wir recht schnell nach Vik wollten, wo wir unser spontan gebuchtes Guesthouse bezogen. Das Wetter wurde leider nicht wirklich besser, aber eine Fahrt durch die Umgebung von Vik war dann doch noch drin: Mýrdalsjökull Gletscherzunge, Skógafoss, Besuch eines kleinen Museums einer Familie, die direkt vom Ausbruch des Eyjafjallajökulls betroffen war. Nach diesem eher eisigen Tag war ein Besuch des Schwimmbads in Vik eine Wohltat. Tags darauf ging es weiter, wo wir uns noch den wirklich wunderschönen, aber auch sehr gefährlichen, Vik Black Beach angesehen haben. Umsäumt mit schwarzen Basaltfelsen und schwarzem Sand zeigt der Strand eine mystische Eleganz. Bei der nahe gelegenen Halbinsel Dyrhólaey kann man sich tolle, schwarze Felsnadeln ansehen. Am Weg nach Hveragerði bestaunten wir noch die Wasserfälle Seljalandsfoss und Gljúfurárfoss. Atemberaubende Naturschönheiten. Der Seljalandsfoss ist sehr beliebt und entsprechend von Touristen bevölkert. Das Schöne an diesem Wasserfall ist die Möglichkeit eine Runde zu gehen und einen Blick durch den Wasservorhang haben zu können. Der Gljúfurárfoss ist nur einige Kilometer weiter, jedoch eher unbekannt. Dadurch finden sich dort auch weniger Touristen. Das wirklich Schöne an diesem Wasserfall ist, dass man durch einen kleinen Weg direkt unter dem Wasserfall stehen kann und die Naturgewalt mehr oder weniger hautnah spürt.

Hveragerði & Reykjanes

In Hveragerði angekommen unternahmen wir einen Spaziergang durch den kleinen Geothermal-Park, der fast angrenzend an unseren wunderbaren AirBnB Apartment lag. Um 20.00 legten wir noch los mit unserer Abendwanderung „Hot Spring Trail„. Vom richtigen Ausgangspunkt, einem Parkplatz, ist der Aufstieg nur 3,5 km lang – ist mitunter aber schon auch einmal recht steil. Die Mühe lohnt sich aber definitiv. Am Ende der Wanderung gelangt man durch rauchende Geothermal-Felder und blubbernde Schlammtöpfe bei den heißen Quellen. Eine schöne Wohltat nach so einer Wanderung. Aufgrund unseres späten Starts waren wir auch mehr oder weniger alleine dort. Unter tags sind hier kaum noch Plätze zu bekommen laut Aussagen diverser Einheimischer. Da es mittlerweile Mitte August war, war auch keine Rede mehr von 24 Stunden Sonne bzw. Helligkeit. Mit Stirnlampen ausgerüstet wanderten wir gegen 22.30 wieder hinunter. Die kleine Wanderung hat sich aber wirklich ausgezahlt und war ein tolles Erlebnis! Am vorletzten Tag unserer wundervollen Reise machten wir noch eine Road Trip durch die Geothermal-Region Reykjanes. Wir besuchten auch die Strandarkirkja und die Krysuvikkirkja, welche jedoch komplett abgebrannt ist. Am Abend besuchten wir in Hveragerði das offensichtlich sehr populäre „Flower Festival“, wo der ganze Ort zusammen kam und wir Musik und Bier genossen. Unser Abreisetag war leider sehr stark verregnet mit starkem Wind, sodass wir nur mit dem Auto herum gefahren sind, von außen die Blue Lagoon gesehen haben und uns schlussendlich in Reykjavik im Kino „Big Friendly Giant“ angesehen haben. Eigentlich der beste Film, den man sich für Island vorstellen kann. Riesen, Trolle und andere Fabelwesen – ein perfekter Abschluss für eine atemberaubende Reise.

Highlights

Kaum möglich zu identifizieren für dieses wunderschöne Land. Aber wir versuchen es mal:

  • Die Halbinsel Snæfellsnes ist eine wunderschöne Region mit vielen Facetten.
  • Die komplette Region um Mývatn fanden wir besonders imposant. Vor allem mit dem Vulkansystem Krafla und den vielen verschiedenen Geothermal-Spektakeln.
  • Jökulsárlón war für uns die erste Gletscherlagune und dementsprechend sehr imposant für uns. Eine wunderschöne Szenerie.
  • Goðafoss
  • Grundsätzlich lieben wir an Island die wahnsinnige Vielfalt und Abwechslung. „The Land of Fire and Ice“ trifft es wirklich am besten und macht das Land so spannend. Zwischendurch immer wieder sehr grün und ähnelt manchmal Irland. Und dazu nahezu überall eine Stille, die man in Österreich nur von den Bergen kennt. Beeindruckend!

Tipps

  • In der High Season sind die Unterkünfte sehr teuer und auch bereits sehr früh ausgebucht. Daher empfehlen wir frühzeitig eine Planung vorzunehmen und auch Unterkünfte zu buchen. Wer auch campen möchte, kann dies in Island wunderbar machen. Es gibt viele, gut ausgebaute Campingplätze. Wir haben aus Budgetgründen einen Mix aus Apartments und Camping gemacht.
  • Wer mit einem Camper unterwegs sein möchte, sollte sich im Klaren sein, dass nicht alle Straßen bzw. alle Regionen befahrbar sind und somit von der Route ausgenommen werden müssen. Ins Hochlands kommt man nur mit Allrad-Autos, die auch eine gewisse Bodenfreiheit für diverse Wasserfurten benötigen. Bei Nicht-Einhalten zahlt man mitunter recht hohe Strafen.

Tour: 22.7. bis 15.8.2016