Während wir auf unsere Reise in den Norden Brasiliens nach Manaus, warten, nutzen wir die Zeit, um unsere ersten Eindrücke von dieser spannenden Stadt, Rio de Janeiro, zu berichten. Das Wichtigste zuerst: Wir hatten wahnsinnig viel Glück – mit dem Wetter und mit den Sightseeing-Spots 🙂

Aber nun mal von vorne: Nach unserer 16-stündigen Reise vom Sommer Wiens in den Herbst Rios (ist übrigens wie bei uns der Sommer ;)) hatten wir auch schon Glück, dass wir unser Zimmer gleich früh morgens beziehen konnten. Nach einem Fresh-up haben wir uns auch gleich mal über Couchsurfing mit einem Local, Thiago, eine Sightseeing-Tour ausgemacht. Perfekter Start für unser Rio-Abenteuer. Thiago hat ein unglaubliches Wissen über seine Stadt, das er gerne mit uns teilte. Lokale Hotspots, wo sich sonst keine Touristen hin verirren, Sicherheits-Tipps und viele weitere nützliche Tipps gab er uns mit auf den Weg. Wir hatten einen wirklich tollen Start hier und sind froh, dass Thiago ein Teil von unserem ersten Weltreise-Tag war.

City Center, Lapa & Santa Teresa

Mit der Metro vom Hotel ging es direkt ins Herz Rio de Janeiros, nach “Carioca” (so nennen sich übrigens auch die Einheimischen Rios). Nach einem erfolgreichen Kauf einer Daten-SIM-Karte (wichtig!) erkundeten wir zuerst noch alleine diesen Teil Rios.

Es ging über die Catedral Metropolitana de São Sebastião do Rio de Janeiro zu den Arcos da Lapa, um danach in Santa Teresa viiieeele, tolle Hausgraffitis zu bewundern. Und am Ende bei den Escadaria Selarón zu landen. Bei den “Selarón Steps” haben wir auf Thiago gewartet, um von dort gemeinsam Insider-Rio zu entdecken. Nach ein paar Selfies die Stiegen rauf, ging es mit uber (ja, mit UBER :P), rauf zum Parque das Ruinas, wo wir den ersten unglaublichen Blick über Rio genießen konnten. Um diesen Eindruck bewusst zu inhalieren, haben wir dort auch etwas Zeit verbracht. Zu Fuß ging es weiter zu einem Hipsterviertel, zum Largo dos Guimarães. Nach ein paar Bier, Caipirinha und codfish pastry in der Bar do Mineiro sind wir mit der alten Touristen-Straßenbahn wieder retour ins Zentrum. Und auch hier hatten wir wieder Glück: Da es die letzte Fahrt war, war die Fahrt gratis und somit haben wir uns 20 Reias erspart 🙂 Munter weiter ging es mit Essen, in der Confeitaria Colombo. Natürlich mit brasilianischen Spezialitäten: Coxhina & Brigadeiro. Sehr schmackhaft 🙂 Zu guter Letzt genossen wir noch einen Abendspaziergang im Zentrum, wo wir unter anderem noch die Igreja da Irmandade da Santa Cruz dos Militares die Arco do Teles und einen absoluten Afterwork-Hotspot gesehen haben. Nur Brasilianer, viele, kleine Tische in einer kleinen, engen Gasse… Turbulent, laut und voller Lebensgefühl. Eigentlich wollten wir nach der Kirche alle nach Hause, aber für ein Bier waren doch noch alle aufgelegt. Und so waren mitten im brasilianischen Freitags-Afterwork-Trubel noch bei diesem tollen Hotspot auf ein paar Antarctica-Bier. Ein wirklich mega toller erster Tag ging somit zu Ende…

Corcovado, Zuckerhut, Ipanema & Copacapana

Ein Tag voller mega Eindrücke: Gestartet haben wir mit dem Corcovado, um zur Cristo Redentor Statue zu gelangen. Es gibt eine Zahnradbahn hinauf, ca. 20 Minuten Fahrtzeit, nicht günstig. Allerdings um nicht wahnsinnig viel weniger Geld durchzuführen. Auch wenn man 2 Stunden rauf wandert, muss man oben noch einmal einen Bus ganz hinauf nehmen – anders gelangt man nicht zur Statue. Die wissen schon, wie es geht 😉 Leider haben wir eine Bahn verpasst, und es war viel los, sodass wir dann doch eine Stunde auf die nächste warten mussten. Einstweilen haben wir uns aber in der Nähe ein Haus namens Largo Botanico von außen angesehen. Ein toller bunter Kolonialbau – allerdings erschien uns die Gegend dort nicht so sicher, daher sind wir auch gleich wieder retour zur Bahn, wo genügen Polizei vor Ort war. Aber dann ging es auch endlich für uns los: Mit der Bahn durch den Bergdschungel rauf zum Cristo. Ein wirklich atemberaubender Anblick – diese fette Statue, die über Rio wacht. Und von dort hat man natürlich ein meeegaaa Blick auf die Stadt und den Zuckerhut. Zu diesem ging es danach auch, wieder mal mit uber. Vorgelagert zum Zuckerhut ist Urca. Man kann vom Strand unten zum Urca mit einer Gondel und von dort weiter zum Zuckerhut. Wir waren jedoch aktiv und sind den Urca rauf gewandert – erste Dschungel-Wanderung sozusagen. Am Urca oben angekommen, breitet sich die Stadt auf eine noch viiieeel schönere Art und Weise aus als vom Corcovado (zumindest aus meiner Sicht). Hätte dort noch Stunden verbringen können, so schön war es 🙂 Aber wir hatten für den Sonnenuntergang einen anderen Plan, nämlich diesen vom Ipanema Beach zu genießen (war ein Tipp von Thiago). Uber rein, raus bei Ipanema, Bier gekauft und gleich hin zu den Felsen, wo man einen wirklich fantastischen Sonnenuntergang erlebt. Es war wirklich ein Traum!

Heute hatten wir nur einen kurzen Tag verfügbar, daher haben wir uns kurz entschlossen einfach zur Copacapana begeben und dort ein paar Stündchen verbracht. Ein wirklich sehr schöner Strand, das Wasser ist aktuell etwas kühl, aber aufgrund der Meeresbrise muss man sich auch bei der Hitze nicht unbedingt abkühlen. Christian musste natürlich trotzdem ins Meer und die riesen Wellen genießen. Ein gemütlicher und chilliger Vormittag. Und jetzt warten wir darauf, dass wir zum Flughafen fahren, um weiter nach Manaus zu kommen.

Highlights

  • Der Ausblick vom Urca
  • Diese unfassbar vielen und uuur coolen Graffitis
  • Die Vibrations in der Stadt
  • Der Sonnenuntergang von Ipanema aus
  • Chillen auf der Copacapana

Übrigens noch zum Thema Sicherheit: Wir haben uns nicht unsicher gefühlt, Thiago hat uns immer wieder gezeigt, an welchen Orten man aufpassen muss und welche Gegenden man besser meidet. Ansonsten haben wir so viel Polizei, Wachen und Militärpolizei wie noch nirgend woanders gesehen. Daher hatten wir auch kein mulmiges Gefühl. Wir waren trotzdem sehr aufmerksam, ich denke, das ist sehr wichtig. Aber sonst ist es nicht so schlimm, wie wir das erwartet haben – aufgrund der tausend Storys, die wir gehört haben 😉

Rio de Janeiro: 2.-4.6.2017