Angekommen im großen Buenos Aires standen wir erstmal vor der Herausforderung ohne Datenguthaben ein uber zu organisieren. Aber Christian hat nach einigen hundert Metern WLAN gefunden, wo wir Gott sei Dank eines bestellen konnten. Taxis sollte man in Buenos Aires nicht trauen laut vielen Geschichten, die wir so von Reisenden gehört haben. Radio-Taxis sind in Ordnung, waren aber am Hafen, wo wir aus Colonia angekommen sind, nicht zu finden (lag vielleicht an der Stunde Verspätung…).

Historisches & vibrierendes Buenos Aires

Nach dem Check-In in der “Casa de Papa”, waren wir zu aller erstmal auf der Suche nach Essen. Sollte ja nicht so schwer sein im City Center von Buenos Aires, dachten wir… Allerdings haben die eine recht ausgeprägte Siesta-Mentalität in Argentinien, die wir noch überall erleben würden. Wir sind dann per Zufall bei einem russischen Festival gelandet, ist dem Filmfestival am Wiener Rathausplatz ähnlich. Musik, Tänzer und traditionelles russisches Essen. Da waren wir doch eigentlich richtig, nur dass wir nicht die einzigen waren. Bei jedem Stand standen ungefähr 30 Personen an. Da wir bereits richtig Hunger hatten, haben wir uns in der Nähe ein geöffnetes Restaurant gesucht. Das war so eine Art Fast Food für Pizza, Schnitzel und so Zeug. Sie hatten eine Promotion für ein “Super Giganta Milanesa” inklusive Pommes und Getränk. Wir hatten Hunger und probierten das “Schnitzel”. War sogar aus Kalb, allerdings seeeehr trocken. Wie gesagt: Wir hatten Hunger, war also trotzdem okay. Danach gönnten wir uns noch ein groooßes Eis beim Burger King – LOL. Sonst spazierten wir einfach noch in der Nachbarschaft unseres Hostels herum und ließen uns einfach treiben und genossen den Sonnenuntergang. Vom Plaza de Mayo, ein sehr großer geschichtsträchtiger und schöner Platz, hat man einen fulminanten Blick auf den Obelisken – vor allem bei Sonnenuntergang.

Nach einem guten Kaffee (selten!!!) spazierten wir weiter zum “Puerto Madero”. Das ist der hergerichtete Hafenbereich mit vielen Restaurants und Bars. Natürlich wahnsinnig teuer, daher spazierten wir dort einfach entlang, machten ein paar Nachtshots von der schönen Brücke und den vielen bunten Lichtern dort. In der Nacht ein wirklich schönes Plätzchen. Irgendwann kam aber der Durst… Auf Bier 🙂 Nach einer kurzen Einkehr in einer Cocktail Bar am Hafen, sind wir gleich wieder gegangen. Da die Preise für ein Bier sogar teurer waren als in Wien. Christian hat einstweilen via tripAdvisor die “debar” im Viertel “San Telmo” rausgesucht, das wir dann auch auf suchten. Eine wirklich schöne Bar mit guter Musik und… mit Happy Hour 🙂 Ein paar Bier, Cuba Libre und Pommes mit Speck, Käse und Zwiebel (waren der Poutine, kanadische Spezialität, sehr ähnlich) später beschlossen wir mal ins Hostel zu fahren, damit wir gegen Mitternacht fortgehen können. In Südamerika beginnt das Fortgehen am Wochenende frühestens gegen Mitternacht 😉 Da wir direkt neben unserem Hostel einen Club hatten, dachten wir, dass das eine gute Möglichkeit wäre, da wir ja keinen langen Heimweg hätten. Überraschenderweise war aber in unserem Hostel eine Party. Einer der Hostel-Manager hat eine Band, die quasi ein Wohnzimmer-Konzert gegeben haben. Am Ende haben wir im Hostel mit gefeiert, lange mit einem Argentinier gequatscht, der uns einige wertvolle Tipps für Argentinien und auch Bolivien mit den auf den Weg gab. Gegen 3:30 sind wir dann schlussendlich ins Bett gefallen – bei dröhnender Club-Musik. Wie gesagt, es war ein Club direkt neben dem Hostel und es gab einen Luftschacht statt einem Hof. Unser Fenster ging zum Luftschacht auf. Im Zimmer war es als wären wir direkt im Club. Das Fenster und die Bettdecken haben sogar gewummert vom Bass der Musik. Gott sei Dank hatten wir genügend Alkohol getankt – wir haben geschlafen wir Babys 🙂

Am nächsten Morgen relaxten wir etwas im Hostel und telefonierten nach Österreich. Wir hatten geplant um 15:00 eine free walking tour zu machen. In einigen Städten werden geführte Stadttouren rein auf Trinkgeld-Basis angeboten. Wir hatten eine tolle junge Argentinierin, die manchmal viel zu schnell gesprochen hat. Aber wir haben echt viele historische Eckpunkte von Buenos Aires und Argentinien im Allgemeinen erfahren. Sehr spannend und sehr ausführlich. Insgesamt dauerte die Tour drei Stunden – vom Nationalkongress bis zum Plaza de Mayo. Wir haben beeindruckende Gebäude gesehen und gute sowie schlechte Geschichten gehört. Vom ersten Eindruck, der sich mit der Zeit nur verstärken sollte, ist Buenos Aires architektonisch betrachtet sehr europäisch. In der walking tour haben wir auch erfahren, dass der Versuch da war, Paris und auch Barcelona in Teilen zu “kopieren” bzw. nach zu bauen. Das ist teils auch wirklich gut gelungen 🙂 Buenos Aires ist übrigens die einzige Stadt in Südamerika, die europäisch aussieht. Die restlichen sind, wie man auch vermutet, im Kolonialstil gebaut. Nach dieser ausführlichen Tour haben wir beschlossen selbst zu kochen. Nach einem ausgiebigen und am Ende relativ teuren Einkauf im carrefour gab es, wie sollte es anders sein, Carbonara à la Christian 🙂

La Boca & La Bomba di Tiempo

Am Montag wollten wir endlich das bunte und viel beachtete “La Boca” erkunden. Wir haben zum Trotz vieler Geschichten es auf eigene Faust erkundet. Viele erzählen dir vorher, dass man als Tourist auf keinen Fall tagsüber und schon gar nicht nachts, in das Viertel gehen soll. Aber was soll untertags dort passieren – es sind quasi nur Touristen dort und kaum Einheimische. Man sollte nur darauf achten, dass man nicht unabsichtlich in die Nachbarschaft gelangt, da die Menschen dort in eher ärmeren Verhältnissen leben und entsprechend höhere Kriminalität herrscht. Aber wir haben uns die ganze Zeit sicher gefühlt und haben die Standard-Regeln beachtet. Mit dem öffentlichen Bus 64 ging es also nach La Boca, quasi ums Eck von Caminito, einer ca. 100 Meter langen Fußgängerzone mit den berühmten bunten Häusern. Es war wunderbar sonnig und wir spazierten durch die Gassen mit den bunten Häusern, lauschten Tangoklängen und einem Sänger sowie bewunderten Tangotänzer. Ein wunderschönes Fleckchen in Buenos Aires. Man sollte nur darauf achten, dass man nicht einfach Fotos von den Tänzern macht, denn die wollen natürlich danach Geld dafür. Wir sind nicht in diese Falle getappt, haben jedoch einige Touristen diskutieren sehen. Wir waren jedenfalls schon darauf eingestellt, dass die das nicht nur zum Spaß dort machen 😉 Ein paar Blöcke weiter vom Caminito ist das Fußball-Stadion des Boca-Teams (CABJ). Das haben wir uns auch von außen angesehen, die Tour von innen haben wir uns gespart. Der Weg hin und retour war toll, denn es gab wieder einmal tolle und große Graffitis zu den verschiedensten Themen. Ich bin ein riesen Fan von denen und wünschte, wir hätten in Österreich auch mehr davon. Sie machen eine Stadt gleich um so vieles interessanter und bunter.

Für den Nachmittag hatten wir den Botanischen, Japanischen und Rosengarten geplant sowie den Ecopark inklusive des Zoos. Mit unserem Glück hatte natürlich fast alles geschlossen, war ja Montag. Kennen wir doch eigentlich von Montevideo 😉 Immerhin hatte der Japanische Garten geöffnet. Ein sehr schön angelegter Garten mit vielen tollen japanischen Specials. Und in Buenos Aires hat gerade die Kirschblüte begonnen, juhu 🙂 Das Klima ist ja auch anders als in Japan, daher ist die natürlich Zeit versetzt. Da wir herrliches Wetter hatten, spazierten wir durch die nächst gelegenen Parks bis wir schlussendlich zum Konnex, dem Kulturzentrum von Buenos Aires, starteten. Wir haben bei der Hostel-Party den Tipp bekommen, dass wir montags dorthin gehen sollten, da dort jede Woche eine Drummer-Show für wenig Geld zu sehen ist. Die Gruppe heißt “La Bomba de Tiempo” und die wollten wir nicht verpassen. Für €10 pro Person haben wir eine atemberaubende zweistündige Show erlebt, die seines Gleichen sucht. Es sind insgesamt 16 Percussionists, jeweils mit unterschiedlichen Arten von Trommeln. Und jede Woche ist die Show einzigartig, denn es wird live gejammt quasi. Einer der Trommler steht abwechselnd vorne und dirigiert die anderen ohne es vorher einzustudieren. Sehr spannend auch, welche Zeichen sie sich geben – mit der Zeit versteht man auch in etwa, was sie sich so deuten und was es zu bedeuten hat. Wir waren übrigens so gut wie die einzigen Touristen dort, die Einheimischen gehen hier zum Afterworken und Shaken her. Es war ein toller Tipp und wir sind froh, dass wir diese Show gesehen haben – ein toller Abend mit toller Musik und wahnsinnig viel Energie und Leidenschaft.

La Recoleta

Dienstags ging es in ein anderes Hostel, ins Milhouse Hipo, direkt gegenüber vom vorigen. Haben wir gut ausgesucht 🙂 Wir waren etwas zu früh dran, daher war der Check In noch nicht möglich. Zufällig war aber gleich der Start für eine walking tour vom neuen Hostel aus. Also sind wir gleich für wenig Geld mit und zwar durch das Viertel “La Recoleta”. Die Tour dauerte insgesamt sechs Stunden inklusive einer Stunde Mittagessen und unser Guide war ein Mädel vom Hostel. Eine wirklich witzige Person, wir hatten echt viel Spaß! Wir wanderten durch das Botschafter-Viertel, vorbei am “Vatikan Südamerikas”, einer “old mansion” bis zum Plaza San Martin de Tours. Dort steht ein mega alter Baum, wo die Äste sehr tief liegen. Über Spezialkonstruktionen werde diese gestützt, damit der Baum und die Umgebung nicht kaputt werden. Danach wollten wir beim Kulturzentrum Tickets für die Show “Fuerza Bruta” für den nächsten Tag kaufen, war leider noch nicht geöffnet. Normalerweise kann man die im Hostel kaufen, allerdings nur für Shows von Donnerstag bis Sonntag. Wir mussten aufgrund unseres fixen Abreisedatums am Donnerstag jedoch unbedingt am Mittwoch gehen. Also sind wir mal mit der Gruppe weiter und haben weiter das Viertel erkundet: Die Universität und die riesen Blüte aus Metall “Floralis Génerica”. Diese war ein Geschenk vom Künstler Eduardo Catalona, da er Buenos Aires so liebte. Das Besondere ist, dass sich die Blüte bei Sonnenuntergang schließt und bei Sonnenaufgang öffnet. Wie echte Pflanzen. Das funktioniert über spezielle Sensoren und ist sicherlich spektakulär, wenn man den Vorgang sieht. Wir haben “nur” die geöffnete Version gesehen, aber das ist schon eine echt coole Art von Kunst. Danach ging es mal Richtung Mittagessen, klassisch natürlich Empanadas 🙂 Während der Pause sind Christian und ich schnell mal zurück zum Kulturzentrum wegen der Fuerza Bruta Tickets. Laut Information des Herren hatte der Schalter noch nicht offen – na gut, dann halt später. Wir würden ja eh noch den Friedhof nebenan nach dem Mittagessen besichtigen. Der Friedhof ist am dritt häufigsten besucht von Menschen aus aller Welt (nach Paris und Mailand). Da liegen auch sehr berühmte Persönlichkeiten begraben, vor allem EVITA. Eine der wichtigsten Persönlichkeiten der letzten 70 Jahre für Argentinien und im Speziellen Buenos Aires. Es ist auch das einzige Mausoleum, an dem täglich viele frische Blumen vorzufinden sind. Der Friedhof ist kein klassischer wie bei uns in Österreich, sondern mit Mausoleen unterschiedlichster Größe und Form. Man findet teils uralte, teils neue, aber allesamt sind sie wunderschön dekoriert und mit interessanten und detailreichen Statuen komplettiert. Ein sehr interessantes Detail ist auch, dass Evita am gleichen Friedhof ruht wie viele auch ihrer größten “Militär-Feinde”. Aber Evita brauchte lange bis sie dort ihren Frieden fand, denn insgesamt knapp 20 Jahre sollte es dauern bis sie dort tatsächlich begraben wurde. Ihre Leiche wurde von den Militärs nach ihrem frühen Tod nämlich entführt, da sie einen Totenkult Evita befürchteten. Wir haben jedenfalls viel über Evitas Leben und ihren Tod sowie die Entführung des Leichnams erfahren, wirklich spooky. Auch andere Gräber haben wir besichtigt, um die sich spezielle Mythen ranken.

Nach der Friedhofs-Runde war unsere Tour jedenfalls beendet und es sollte ins Hostel zurück gehen. Wir wollten noch schnell unsere Tickets holen, die anderen warteten sogar auf uns. Allerdings hatte nun der Schalter gerade eine halbe Stunde Pause… WTF!?!? Die Gruppe ist dann ohne uns los gefahren (schade um das Geld für den Bus, das wir sonst nicht zahlen hätten müssen…). Aber ja, ich wollte unbedingt zu dieser Show – nachdem uns diese von mindestens vier Einheimischen wärmstens empfohlen wurde und ich einen Trailer dazu gesehen habe. Irgendwann war’s auch so weit, dass wir wirklich zwei Tickets für den nächsten Abend in der Hand hielten.

Bevor wir abends zu unserem lang ersehnten argentinisches Steak kamen, haben wir noch vorm Hostel mit einigen Reisenden geplaudert und einiges an Bier getrunken 😛 Wir haben drei blutjunge Engländer kennengelernt, mit denen wir ewig geredet haben. Eine wirklich coole Gruppe die drei.

Aber nun zum Steak: Wir sind der Empfehlung eines Einheimischen gefolgt und haben ein Lokal aufgesucht, wo es hervorragendes und günstiges Steak geben sollte. Und wir hatten ein wirklich unglaublich gutes 400g Rinderfilet-Steak für €15! Da wir geteilt haben, haben wir noch eine Morcilla (Blutwurst) bestellt, die leider mit der in Montevideo kein Stück mit halten konnte. Aber das Steak im “Desnivel” war einfach nur top!

Nach unserem feinen Abendessen sind wir noch ins zweite Milhouse Hostel, wo an dem Abend die Party stattfand (die beiden wechseln sich immer ab) – es war Karaoke Night. Wir sind nach 15 Minuten wieder geflüchtet! Der Service war so langsam, dass wir um eine Minute die Happy Hour verpasst haben und die “Sänger” waren grottenschlecht… Also ging’s ab ins Bett.

Fuerza Bruta

Der letzte Tag in Buenos Aires… Wir hatten echt Glück mit dem Wetter die Tage davor. An diesem Tag gab es starken Dauerregen und somit haben wir beschlossen den Tag für Organisatorisches und Chillen zu verwenden. Fotos aussortieren, kopieren, Uruguay-Blogpost schreiben, Hostels buchen etc. Die Vorfreude auf die Fuerza Bruta Show stieg auch stetig an – wir waren schon soooo gespannt!

Und endlich ging’s los Richtung Kulturzentrum. Wir waren natürlich, wie immer, viel zu früh dran. Aber so haben wir noch ein paar Fotos im Foyer gemacht und ein verhältnismäßig teures Bier getrunken. Endlich öffneten sich die Pforten zur Show…

Davor wird man mehrfach darauf hingewiesen, dass man 70 Minuten steht, es mitunter Wind und Wasser geben kann. Okay, kein Problem 🙂

Und dann ging’s auch schon los – mit einer fulminanten Trommel-Show in voller Spannung, was alles passieren wird. Denn Fuerza Bruta ist eine interaktive Show mit dem Publikum, das sich auch immer wieder bewegen muss. Da sich die Bühnen-Elemente permanent neu formieren. Eine atemberaubende und unbeschreibliche Show! Mega spannende und komplett neue Elemente – Dinge, die man in einer Show einfach noch nie erlebt hat und wahnsinnig tolle Artisten. Der Großteil passiert in der Höhe mit auf Seilen hängenden Artisten oder auch mal einem Schwimmbecken, das von oben immer näher zum Publikum kommt. Und im Schwimmbecken sind vier Tänzerinnen, die wahrscheinlich einen riesen Spaß bei ihrer Arbeit haben. Wie gesagt: Unbeschreiblich einfach nur! Die 70 Minuten sind viel zu schnell vergangen, es hätte für uns noch Stunden so weitergehen können. Am besten schaut ihr euch die Fotos an oder den offiziellen Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=FYszthdJU8c

Man muss erlebt haben, um dieses unbeschreibliche Gefühl zu kennen. Ich werde diese Show jedenfalls nie vergessen, ein einzigartiges Erlebnis! Ab und zu ist die Show auch weltweit unterwegs, vielleicht sind sie ja auch mal in Wien. Ich würde sofort noch einmal oder zweimal hingehen 🙂 2014 war die Show jedenfalls schon mal in Budapest wie wir vor Ort festgestellt haben.

Warten auf Godot bzw. Bus

Nach diesem fulminanten Ende unseres Buenos Aires Aufenthalts ging es am nächsten Tag zum Busbahnhof nach einer ewig langen Wartezeit auf unser uber – der Verkehr in den kleinen Gassen ist höllisch… Wir waren natürlich, wie immer, viel zu früh dort. Aber besser als zu spät. Allerdings war unser Bus knapp eine Stunde verspätet, dementsprechend warteten wir relativ lange… Und man merkte auch einen starken Temperatursturz und die Daunenjacke war zum ersten Mal im Einsatz.

Achja noch eine Geschichte am Rande: Warum sind wir mit dem Bus 23 Stunden nach Salta gefahren? Nunja… Im Milhouse Hostel haben wir noch mit einem Mitarbeiter alles gegen gecheckt und er hat tatsächlich einen Flug um €110 gefunden, genau so viel wie der Bus. Na da ist die Entscheidung nicht schwer gefallen, dass wir fliegen. Nur leider wurden alle unsere vier Kreditkarten vom Buchungssystem abgelehnt und das mehrmals! Am Ende blieb uns einfach nichts anderes übrig als den Bus für den gleichen Preis zu buchen. Über die checkfelix Suche waren die Flüge deutlich teurer.

Mit viel Proviant, aufgeladenen mp3 Playern und Notebook mit Filmmaterial ging es also los. Die Busse in Argentinien bzw. in Südamerika allgemein sind sehr bequem – es gibt auch unterschiedliche Kategorien (Semi Cama, Cama und Super Cama). Die meisten Langstrecken-Busse haben zumindest Semi Cama und Cama. Für diese lange Fahrt haben wir uns auch Cama geleistet, da man die Sitze auf 140° flach legen kann und man deutlich mehr Platz hat als im Semi Cama. Die Fahrt war auch relativ in Ordnung bis auf die verrückten Temperaturen. Zu Beginn hatte es angenehme 23°. Mit der Zeit etwa 16°, denn irgendwie schaffen sie es nicht eine Temperatur einzustellen, die angenehm ist. Entweder es ist zu heiß (später hatten wir auch mal knapp 30° in einem Bus) oder viel zu kalt. Ich war jedenfalls froh, dass ich alles Mögliche an Kleidung mit hatte, mit der ich mich auch zudecken konnte. Am Ende sind wir nach den geplanten 23 Stunden (sogar pünktlich) in Salta angekommen. Aber dazu mehr im nächsten Blogpost (ich hoffe, dass ich bald den Rest aufholen kann…).

Buenos Aires: 1.7.-6.7.2017