Nun darf ich (Christian) auch einmal einen Blogeintrag verfassen :p Bis jetzt war ich lediglich (meistens) für das Foto-Management, also aussuchen, Upload etc. zuständig.. 🙂

Quito erreichten wir von Lima aus mit einem Direktflug, welcher von G Adventures bezahlt wurde, da wir eine Aktion genutzt haben und durch Buchung einer Peru-Reise und Galapagos-Reise den Verbindungsflug gratis erhalten haben. In Quito hatten wir fünf Tage, um uns etwas von der Peru-Reise zu erholen und auf das nächste Abenteuer vorzubereiten! Dazu haben wir ein nettes Airbnb Apartment gebucht, das recht zentral an einem großen Park gelegen ist.

Vom Flughafen aus war leider kein Uber erreichbar und deswegen sind wir mit dem öffentlichen Bus bis in die Stadt gefahren und danach mit einem Taxi zu unserem Hotel. Gezahlt wird in Ecuador übrigens mit US-Dollar, da es keine eigene Währung mehr gibt. Die Gesamtkosten für den Transfer lagen somit bei sagenhaften 4 Dollar pro Person 🙂

Die Vermieterin wartete bereits auf uns, da wir etwas verspätet waren und zeigte uns dann die nagelneue Wohnung in dem Haus, welches erst sehr wenige Bewohner hatte. Das Apartment bestand aus einer Küche / Wohnzimmer, einem Badezimmer, einem Schlafzimmer und einer Nische, die für eine Waschmaschine und Trockner gebaut, aber noch leer war. Für die Wäsche mussten wir also eine Wäscherei finden und bekamen einen Tipp der Vermieterin. Wir machten uns danach zu einem riesen Supermarkt auf und waren geschockt .. von den Preisen. Für etwas Essen für die nächsten Tage haben wir gleichmal 85 Dollar ausgegeben! Die Wäscherei war dann die nächste Überraschung, da sie ähnlich wie eine Trockenreinigung keine Socken oder Unterwäsche akzeptierte. Wir konnten also die Hälfte wieder ins Apartment mitnehmen und per Hand waschen, dazu musste dann noch eine Vorrichtung gebaut werden, um alles aufzuhängen (siehe Fotos).

Quito ist eine sehr moderne – beinahe europäisch anmutende Stadt, die wir am zweiten Tag unseres Aufenthaltes mit einer Bus-City-Tour erkundeten. Der Weg führte Richtung Zentrum und den ersten Stopp machten wir bei dem „Museo Antigua“, welches leider renoviert wurde und marschierten zur nächsten Station der Kirche der „Basilica del Sagrado Voto National“, welche wirklich riesig ist und von uns von allen Seiten begutachtet wurde. Weiter ging es mit dem Bus durch die Straße mit sieben Steinkreuzen, die zum Teil vor Kirchen, und zum Teil in Kirchen/Gebäuden zu sehen waren und wir konnten bereits den Hügel „El Panecillo“ mit der riesigen Statue „Virgen de Quito“ sehen, welche unser nächster Stopp war. Von diesem Hügel hat man den perfekten Ausblick über Quito und kann ein paar Snacks oder Souvenirs bei den zahlreichen Ständen kaufen. Weiter ging es in die Stadt, welche wir dann 1-2 Stunden zu Fuß erkundeten und schließlich bei der Basilica wieder in den Bus Richtung Apartment gestiegen sind.

Der folgende Tag war sehr produktiv, wir haben das Apartment nicht einmal verlassen und ungefähr 12 Folgen Suits geschaut, was nach einigen Wochen bzw. schon Monaten ohne TV mal eine richtige Abwechslung war :p

Ein weiteres Must-See in Quito ist natürlich der Besuch des Äquators welcher ~30-40 km nördlich der Stadt verläuft. Wir trafen uns mit Katie, einer Mitreisenden der vorherigen Peru-Reise und riefen ein Uber für die Fahrt, welches im Vergleich zum Supermarkt richtig günstig war. „Mitad del Mundo“ ist eine große Anlage mit mehreren Sehenswürdigkeiten wie einem kleinen Planetarium, einem Bereich mit Häusern wie sie früher aussahen und dem riesigen Äquator-Monument im Zentrum. Der Eintritt beträgt 7,5-10 Dollar, je nachdem ob man sich vorher informiert, oder wie wir, eine 50g Tafel Bitterschokolade mit kauft ohne zu wissen, dass es auch billiger ginge.

Das Denkmal wurde 1736 gebaut und später mehrmals renoviert und vergrößert. So beinhaltet es nun einen Aufzug und einige Etagen an Ausstellungen über Ecuador und einige physikalische Experimente. Dies ändert leider nichts daran, dass man sich im 17. Jhdt. um rund 240 Meter geirrt hatte und es somit fast 1/4 Kilometer südlich des Äquators steht. Heute ist es mit Handy natürlich leicht den korrekten Punkt am Äquator zu finden, welches unsere nächste Mission war. Dieser befand sich laut unseren Messungen auch nicht im zweiten Museum, welches behauptet mit militärischem GPS den Äquator bestimmt zu haben und etwas weiter nördlich liegt. Wir mussten also nochmals auf die Straße und ein Stück Richtung Norden, fast in einen Betrieb bis wir auf unseren Handys den gewünschten „Breitengrad 0°0.000’N“ zu sehen bekamen. Diese Stelle mussten wir natürlich dokumentieren und ein paar Screenshots machen 🙂

Zurück in die Stadt ging es nach einem Drink wieder mit einem Uber und dem Ziel mit der Seilbahn auf den westlichen Berg auf etwa 4000 Meter hinaufzufahren. Der Himmel war zwar bewölkt, aber das könnte ja doch noch schön werden. Leider enttäuschte uns der Wettergott und wir kamen im Nebel oben an, quasi fast ohne Sicht auf die Stadt. Noch dazu standen wohl hunderte Personen an, um den Berg wieder zu verlassen und nach ein paar Minuten begann ein heftiger Regenschauer, der die Warteschlange noch verlängerte. Eine Stunde des Wartens später waren wir wieder in Quito und organisierten uns ein Taxi zu Katies Hotel und unserem Apartment.

Tag vier verlief ähnlich wie Tag zwei – mit einigen Folgen Suits und Spaghetti Carbonara! Am Tag fünf wechselten wir vom Apartment in das Hotel, in dem unsere Galapagos Tour abends mit einem Gruppen-Meeting starten sollte und erkundeten die Stadt, vor allem die Gegend um Plaza Foch etwas genauer und genossen einen ausgezeichneten Maracuja-Mojito. Abends lernten wir unsere Gruppe kennen, die an diesem Abend aus 13 Personen bestand und mit der es am Folgetag mit dem Flugzeug nach Galapagos gehen sollte…

Quito: 16.8.-21.8.2017