Die Anreise aus Belize nach Mahahual hat uns dann doch ziemlich geschlaucht, wir haben somit den Nachmittag/Abend ruhig angehen lassen. Nach einem Nickerchen am Zimmer ging es abends mit ein paar von der Gruppe zum Abendessen. Wir fanden ein süßes Restaurant am Strand, wo wir ausgezeichnet gegessen und viel geplaudert haben.

Mahahual

Mahahual ist ein klassischer Kreuzfahrtschiff-Stop, das heißt unter tags ist relativ viel los. Das einzige, was man dort aber eigentlich wirklich gut machen kann, ist chillen – und das haben wir auch gemacht. Wir haben uns nach einem Spaziergang den Yaya Beachclub zum Verweilen und Relaxen ausgesucht. Da wir im Ort wohnten, haben wir auch weniger bezahlt – denn die Cruiseship-Touristen zahlen um einiges mehr. Gut für uns 🙂 Der Deal dort ist, man bezahlt einen Betrag, für den man dann den ganzen Tag konsumiert. Wir haben’s uns also richtig gut gehen lassen, mit Cocktails, Pasta, Salat, einer Liege im Palmenschatten und einem Ausblick geradewegs auf ein unfassbar türkisblaues Meer. Was will man mehr?

Ich wollte mir schon länger meine mittlerweile viel zu lang gewordenen Stirnfransen flechten lassen, damit die endlich aus meinem Gesicht sind und Nadine hat eine Lady am Strand gefunden, die das anbot. So sind Nadine, Stacey und ich nachmittags mal dorthin, um uns das anzusehen und die Preise zu verhandeln. Am Ende haben wir uns alle die Haare flechten lassen, Nadine und Stacey mit ihren langen Haaren seitlich drei Zöpfe und ich vorne bei der Stirn zwei. Wir haben echt cool ausgesehen 😀 Danach pflanzten wir uns wieder auf unsere Liegen und genossen einfach einen chilligen Nachmittag, Nadine und ich waren am Ende die letzten und tranken den ein oder anderen Cocktail 😉 Christian war einstweilen mit Melanie, Sam, Stacey, Simon und Ann-Kathrin die Promenade erkunden. Nach einem gemeinsamen Gruppendinner in einem tollen einheimischen Restaurant und einem Eis mit Nadine war dann für uns dieser wunderbare entspannte Tag zu Ende.

Tulum, Grand Cenote & Playa del Carmen

Am nächsten Tag ging es Richtung Playa del Carmen, unserem letzten gemeinsamen Tag mit der Gruppe – unsere fünfwöchige Tour sollte tatsächlich schon zu Ende sein… Am Weg dorthin aber gab es noch Tolles zu erkunden, allem voran Tulum, wo wir zuerst bereits Adele verabschiedeten, da sie andere Pläne hatte. Tulum ist eine der wenigen Maya-Stätten, die direkt am Meer liegen, sie sind zwar nicht so groß wie andere, dafür haben die ein unglaubliches Panorama mit dem unglaublich türkisen Meer der Riviera Maya. Wir spazierten etwa eine Stunde durch die Ruinen und genossen das tolle Wetter und die historischen Stätten. Eine wunderschöne Szenerie und wirklich absolut empfehlenswert!

Was in Mexiko auf keinen Fall fehlen darf, ist der Besuch einer Cenote. Eine Cenote ist ein Höhlensystem, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entsteht und mit Süßwasser gefüllt ist. Die eingestürzten Decken werden Dolinen genannt und durchfluten das darunterliegende Wasser mit Licht und Sonnenschein. Das Wasser ist zudem meist etwas kühler, was bei der Hitze eine sehr angenehme Abkühlung war. Wir besuchten die Grand Cenote, da diese am Weg nach Playa del Carmen lag. Wir waren sowas von begeistert, eine wunderschöne Cenote mit Fischen, Schildkröten, tollen Unterwasser-Höhlen und diesem unglaublichen Licht im Wasser. Eigentlich war geplant, dass wir noch eine zweite Cenote an diesem Tag machen sollten aber die Zeit verging irgendwie zu schnell – daher genossen wir diese einfach länger, um danach direkt nach Playa del Carmen zu fahren. Als wir dann alle in den Minibus einstiegen, waren alle etwas wehmütig, denn es war doch tatsächlich unser letzter Abend. Natürlich gab es also noch ein gemeinsames Abendessen, in einem erstklassigen Restaurant, das Rosemary ausgesucht hat, aber ja, man will doch auch den letzten Abend mit Klasse verbringen. Danach ging es weiter in einen Beachclub, wo wir noch Bier und Cocktails genossen, bevor einige in die Nachtszene zum Tanzen abtauchten. Ich hatte ziemlich Kopfweh an dem Abend und dachte, dass ich am Krankwerden bin, daher haben wir das Tanzen ausgelassen. Es gab sehr lange Abschiedsszenen mit den Reisegefährten, die wir sie am nächsten Tag nicht mehr sehen würden. Aber Gott sei Dank waren ein paar noch länger in Playa, genau wie wir.
Da wir alle ausgelaugt waren, entschieden wir den nächsten Tag gemütlich anzugehen und einen Strandtag zu machen. So sind wir mit Nadine und Ida nach längerer Suche in einem Beachclub gelandet, wo wir unsere Liegen hatten und wieder für unser bezahltes Eintrittsgeld Essen und Trinken konsumieren konnten (alles sehr touristisch dort..). Dort kam auch Jose auf einen Sprung vorbei, um sich zu verabschieden. Abends verabredeten wir uns noch mit Melanie, Elisa, Anna und Archie in einem tollen mexikanischen Lokal (El Fogon). Die hatten eine Art Kebap, wo sie das Fleisch unter anderem direkt auf eine Tortilla runter schneiden. Alternativ kann man sich seine Tortillas selbst zusammenstellen, es kommt einfach alles extra (unter anderem auch Ananas dazu, die hervorragend dazu passen). Das Fleisch und Essen insgesamt war einfach himmlisch!

Chichen Itza

Gemeinsam mit Nadine, Ida und Melanie haben wir für den nächsten Tag einen Roadtrip geplant, der bereits um 5:00 morgens beginnen sollte. Wir haben uns am Abend zuvor ein Auto gemietet, mit dem wir ganz easy selbst nach Chichen Itza fahren konnten und nicht mit allen anderen Bus-Touristen gemeinsam ankommen. Daher ging es natürlich schon um 5:00 los. Was wir nicht wussten war, dass in Mexiko in dieser Nacht eine Zeitumstellung war. Aber nur im Großteil von Mexiko inklusive Chichen Itza, aber nicht bei uns in Playa. Mega kompliziert! Am Ende waren wir dann eine Stunde vor Öffnung der Ruinen dort… Aber so haben wir dort noch in Ruhe gefrühstückt und noch eine Runde im Auto geschlafen während wir auf den Einlass gewartet haben. Wir waren übrigens wirklich die Ersten dort 😀

Wir waren auch wirklich als Erstes bei der Kassa und konnten als Erste reingehen. Unglaublich! Es ging direkt zum großen Tempel und wir erlebten den auch tatsächlich menschenleer. Es hat sich wirklich ausgezahlt das Auto zu mieten, obwohl es am Ende wohl nicht viel günstiger war als eine Tour, aber okay. Wir erkundeten das große Areal, von den Tempeln zur Heiligen Cenote bis hin zum obligatorischen Ballspielplatz, den größten, den wir in der Art gesehen haben. Und falls es jemand nicht weiß: Chichen Itza ist eines der neuen sieben Weltwunder 🙂 Und das auch irgendwie zurecht, es ist einfach unglaublich, wie diese Städte gebaut wurden und vor allem zu welcher Zeit mit welchen Mitteln. Wahnsinn! Nach etwa drei oder vier Stunden ging es aber dann weiter, denn wir hatten noch einen weiteren Cenote-Besuch geplant. Nicht die, die alle machen von Chichen Itza aus (Ik Kil). Wir wollten auch hier nicht wieder mit den Massen an Touristen sein. Daher haben wir uns folgende ausgesucht: Xkeken und Samula, das sind zwei Cenoten, die nur wenige Gehminuten voneinander entfernt liegen. Wir haben uns auch ein Kombiticket gekauft, um beide zu erleben.

Zuerst ging es zu Samula, die etwas größer ist und mehr Lichteinfall hat. Nach einen Stufen hinunter kann man auch reinspringen. Das Wasser war natürlich auch wieder recht kühl, aber für eine Erfrischung optimal. Wir verweilten dort, machten natürlich einige Fotos, die alle fast nichts geworden sind (die Lichtverhältnisse sind doch recht schwierig zum Fotografieren). Ja und dann ging es weiter zur Xkeken, die etwas dunkler ist, aber eigentlich viel cooler aussieht. Wenn man Bewertungen zu den beiden liest, so dürften recht viele enttäuscht sein, da es offensichtlich oftmals recht voll ist und es einen Basar gibt, wo lauthals und aufdringlich Zeug verkauft wird. Wir haben das allerdings nicht erlebt, wir waren aber wohl auch in den Nebensaison dort. Es waren nur wenige andere Besucher dort, wir konnten uns gut bewegen und die Verkäufer waren nicht aktiv an diesem Tag.

Nach diesem abwechslungsreichen Tag waren wir natürlich alle schon recht hungrig und so haben wir dann im nahe liegenden Städtchen Valladolid in einem italienischen Restaurant ausgezeichnet gegessen. Das war das erste Lokal, das wir gesehen haben, hatte noch dazu ein Angebot, daher wurde es Italienisch (nur falls sich jemand wundert) 😉 Die hatten noch dazu Snickers Milkshake, yummy 🙂 Spät abends kamen wir dann alle erschöpft in Playa del Carmen an, verabschiedeten uns von Melanie, die am nächsten Tag nach New York fliegen würde. An dieser Stelle auch nochmals tausend Dank Melanie für die vielen tollen (Sprung)-Fotos, die du von uns gemacht hast 😀

Playa del Carmen & Luxus in Puerto Morelos

Christian und ich hatten dann noch ein paar Tage in Playa del Carmen, die wir mehr oder weniger nur mit Faulenzen, Serie-Schauen (wir hatten gutes WLAN am Zimmer) und Essen verbracht haben. Mit Nadine war ich auch noch einmal shoppen, denn es war Zeit ein paar Shirts auszutauschen, einige waren doch schon ziemlich voll mit Löchern und so. Wir waren dann auch mit Nadine und Ida beim Walmart, um mal auszuchecken, was der so hat. Alles natürlich – wie könnte das auch anders sein!? Dort fanden wir auch noch mega günstige Haarfarbe und Nadine hat mir dann auch noch die Haare gefärbt. Wir vier waren der letzte Rest der Gruppe und mussten uns dann auch irgendwann wirklich verabschieden. So schade… Aber für uns ging es für drei Tage in ein Fünf-Sterne-Luxus-Hotel in Puerto Morelos – es war an der Zeit richtig auszuspannen, wir waren ziemlich k.o. nach sechs Monaten Reisen. Es waren nur drei Nächte, aber wir haben es uns dort richtig gut gehen lassen. Mit wahnsinnig viel Essen, viel zu vielen Cuba Libres und viel Schlafen. Es war herrlich und absolut nötig, bevor wir unseren Roadtrip durch den Südwesten der USA starten würden.

Mexiko: 25.10.-4.11.2017