Von Bishop aus ging es zum Death Valley Nationalpark, eine optimale Route, um einiges zu sehen, am Weg nach Las Vegas. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag und im Death Valley demnach sehr heiß. Es ist einer der heißesten Orte weltweit…

Death Valley

Unsere Route im Death Valley führte uns zu den Mesquite Flat Sand Dunes, zum Badwater Basin, zum Artist’s Drive und somit zur Artist’s Palette sowie am Ende zum Zabriskie Point. Das Spannende ist, dass alle Orte ziemlich unterschiedlich sind – von Sanddünnen zu einer Salzwüste und bunten Farben im Gestein bis hin zu Erosionslandschaften. Unglaublich! Im Badwater Basin befindet man sich zudem auch noch am tiefsten Punkt Nordamerikas, nämlich auf minus 85,5 Meter. Ja, also auf 85,5 Meter unter Meeresniveau 🙂 Nebenbei haben wir hier auch noch ein paar Geocaches gemacht, dem Hobby, dem wir vor allem ab den USA wieder verstärkt nachgegangen sind.

Las Vegas

Es ging weiter durch die Wüste nach Las Vegas, vorbei an der Area 51, wo wir eher zufällig eine Kaffeepause gemacht haben. Man fährt dementsprechend sehr lange an Militärgebiet vorbei und eigentlich durch das „Nichts“ und ab und zu mal vorbei an ein paar kleinen Kuhdörfern. Und irgendwann landet man doch tatsächlich im riesigen Las Vegas, der bunten, schreienden und einfach nur verrückten Stadt mitten in der Wüste Nevadas. Wir haben beschlossen nicht am Strip zu wohnen, sondern Downtown, sozusagen im „alten“ Las Vegas. Wir fanden Gott sei Dank einen guten Deal für das „Downtown Grand“, das uns auch Christian aus SF empfohlen hatte. Ist übrigens auch eines der wenigen Hotels dort, das zum Zimmerpreis dann nicht noch einmal eine Resortgebühr verrechnet.

Nach einem kurzen Fresh-Up ging es also für diesen Abend einfach mal zu einem Buffet, das Christian raus gesucht hatte. Mindestens einmal muss man dort auch wirklich Buffet essen gehen. Reichlich Essen für einen Pauschalbetrag und Soft Drinks sind auch inkludiert, war also verhältnismäßig günstig. Und es war Rib Eye Abend 😀 Nach dieser Stärkung stürzten wir uns mitten in die Fremont Street Experience – das ist das Areal des „alten Las Vegas“, das reaktiviert wurde. Es gibt Live-Musik, Ziplines über die Menschenmenge drüber, reichlich Alkohol, bunte Lichter und natürlich jede Menge Casinos, wo man sein Geld verlieren kann. Ins „The D“ sind wir dann auch wirklich ins Casino gegangen und Christian hat sein Glück bei so einem „Pferderennen“-Spiel verloren. Naja, es war zumindest witzig… Wir sind dort dann noch herum spaziert, haben uns die vielen Neonreklamen, vor allem die alten, angesehen. Ich habe mich zunehmends schlechter gefühlt, bereits seit dem Camp 4 hatte ich Halskratzen und war nicht ganz so fit. Aber es hielt sich noch in Grenzen.

Den nächsten Tag verbrachten wir ganztags am Strip, was an diesem Tag eher kompliziert war, denn es war Las Vegas Marathon – am Strip natürlich. Dementsprechend musste man lange Wege gehen, um von A nach B und vor allem über die Straße zu kommen. Wir hielten uns zuerst aber einmal im „Excalibur“ auf, staunten dann im „Luxor“. Sind dann beim MGM vorbei, um uns „New York, New York“ genauer anzusehen. Vor dem Hotel war auch der Startpunkt für den Marathon, zwei Startschüsse haben wir uns auch angesehen. Danach schlenderten wir weiter über den Strip, es war mittlerweile Nacht und so kamen wir beim „Bellagio“ an, um endlich die Wasserchoreographie zu sehen. Und da war dann auch die erste, unglaublich schön und beeindruckend! Insgesamt haben wir uns am Ende etwa vier oder fünf Wasser-Shows angesehen, ich war insbesondere Hin und Weg davon. Ich hätte die ganze Nacht dort stehen können und mir jede einzelne ansehen können, die Musik ist ja jedes Mal eine andere. Irgendwann aber habe ich mich loseisen können und es ging weiter. Kurzerhand haben wir dann beschlossen, doch noch eine Show anzusehen und haben den Last Minute Shop gefunden, wo man auch für deutlich weniger Geld Tickets kaufen kann. Wir hätten uns gerne David Copperfield angesehen, aber der Weg zum MGM Grand wäre zu lange gewesen, daher haben wir uns dann für „Mystère“ entschieden, die originale Cirque du Soleil Produktion im Hotel „Treasure Island“. Nach dem Gutscheinkauf mussten wir uns auch beeilen, um rechtzeitig das Ticket dafür zu lösen. Wir hatten aber ausreichend Zeit und konnten dort sogar noch einen Drink trinken. Die Show war unglaublich schön und auch sehr witzig! Christian wurde übrigens vor dem Start in die „Clown-Aktion“ eingebunden, es war sooo witzig! Er hatte aber Glück, dass nicht er, sondern sein Sitznachbar in die wirkliche Show als „Baby-Papa“ eingebunden wurde. Nach der aufregenden Show schlenderten wir dann noch weiter, mittlerweile war der Marathon auch zu Ende und wir kamen noch beim „Venetian“ und beim „Mirage“ vorbei.

Eine verrückte Stadt, wo wahnsinnig viel los ist, natürlich vor allem nachts. Ich liebe diese Stadt, weil sie einfach anders ist und bunt und voller Leben! Einfach lässig 🙂

Death Valley & Las Vegas: 11.11.-13.11.2017