Nach dem aufregenden Las Vegas ging es nun wieder in die Natur, die Nationalparks in Utah warteten auf uns. Zuerst aber war noch ein bisschen Shopping in Las Vegas angesagt, wir sind zu einem der Outlets gefahren. Ich brauchte dringend eine neue Jeans, eine günstige North Face Fleeceweste ist mir auch noch über den Weg gelaufen 😉 Nach der kleinen Shopping-Tour ging es dann auch wirklich los, raus aus Las Vegas und gen Osten.

Zion Nationalpark

Da es bereits gegen halb sechs dunkel wurde, kamen wir am Campingplatz in Zion im Dunkeln an. Da unser Zelt schnell aufgebaut war, war das kein Problem. Dann gab es noch selbst gekochtes Essen und dann ging es auch schon ins Bett, denn ich fühlte mich mittlerweile immer schlechter. Eine starke Verkühlung oder so bahnte sich an. Am nächsten Morgen ging es gleich einmal über den Scenic Drive, wo man viele schöne Aussichtspunkte hat und die gewaltige Kulisse auf sich wirken lassen kann. Wir wollten auch noch wandern und haben uns den „Canyon Overlook Trail“ dafür ausgesucht, der nicht allzu lange dauerte und wie der Name schon sagt einen tollen Ausblick auf den Canyon bietet. Nach der Kurzwanderung fühlte ich mich aber echt schon mies und vermutete, dass ich Fieber hatte. Aber das sollte ich erst abends messen. Geplant war noch von Zion zum Bryce Canyon Nationalpark zu fahren – unserem Roadtrip lag ein knackiges Programm zu Grunde.

Bryce Canyon Nationalpark

Da ich mich wirklich nicht gut fühlte, haben wir beschlossen, in Bryce nicht zu campen, sondern ein Motel zu buchen. Was wir auch taten, war zwar recht teuer, aber okay – Gesundheit geht vor. Als wir im Motel ankamen, war es eine Stunde vorm Sonnenuntergang, den wir uns dann noch im Nationalpark vom Inspiration Point aus angesehen haben. Der Moment, als ich zu dem Ausblick auf das „Amphitheater“ kam, war für mich einfach nur ein absoluter Wow-Moment. Das ist so unglaublich anders und schön. Die Natur ist einfach die beste Künstlerin, das ist einfach so und kann man einfach nicht anders sagen. Für mich einer der magischsten Orte der Welt! Obwohl ich mich wirklich bereits sehr krank fühlte, warteten wir auf den Sonnenuntergang, es war ziemlich windig und kalt, aber es war einfach eine wunderschöne Szenerie. Danach ging es aber sofort retour zum Fiebermessen und ich hatte auch knappe 38,5° und wollte auch gar nichts mehr essen. Ich schlief dann etwa dreizehn Stunden und fühlte mich tatsächlich etwas besser am nächsten Tag, wo wir die weiteren Aussichtspunkte im Bryce Canyon besuchten. Leider war es mir nicht möglich einen Trail zu gehen, obwohl ich natürlich genau dort gerne wandern gegangen wäre, aber ich war einfach nicht fit genug.

Capitol Reef Nationalpark

Weiter ging es dann durch das „Grand Staircase-Escalante National Monument“ zum Capitol Reef Nationalpark. Dort war wieder campen angesagt, da es einfach keine Hotels in der Nähe gab. Da wir noch recht lange im Bryce unterwegs waren, kamen wir knapp vor Sonnenuntergang an und konnten gerade noch bei Tageslicht unser Zelt aufbauen. Danach wurde gekocht und ein Feuerchen gemacht, um uns aufzuwärmen. Es war ziemlich kalt, wie kalt es nachts war, sahen wir dann am nächsten Tag. Der Schlafsack war am Innenzelt angefroren, wo sich das Kondenswasser vom Atmen gesammelt hatte – also musste es wohl Minusgrade gehabt haben. War zwar nicht optimal, wenn man krank ist, aber wir hatten uns ja Gott sei Dank ordentlich dicke Schlafsäcke ausgeborgt. Nach einem stärkenden Frühstück fuhren wir den Scenic Drive im Capitol Reef ab, da es danach schon nach Moab gehen sollte. Es liegen aber alle tollen Aussichtspunkte direkt am Scenic Drive, sodass man einen wirklich guten Eindruck bekommt und auch wirklich Staunen kann.

Arches Nationalpark

Von Capitol Reef ging es nach Moab, wo wir drei Nächte in einem Motel gebucht hatten. Der Ort ist ein optimaler Ausgangspunkt für Arches und Canyonlands. Als wir ankamen, ging es lediglich ins „Moab Diner“, um diese amerikanische Erfahrung auch zu machen. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Arches Nationalparks, auf den wir uns auch schon sehr freuten. Und gleich nach ein paar Metern im Park wurden wir mit unglaublichen Felsformationen belohnt. Wir waren viele Stunden in diesem Park, machten etwa drei oder vier Trails, um einfach atemberaubende Naturschönheiten zu sehen. Arches ist einer unserer Lieblingsparks!

Canyonlands Nationalpark

Von Moab aus ging es am nächsten Tag in den Canyonlands Nationalpark, der auch wieder unglaubliche Ausblicke zu bieten hatte. Vor allem in die Ferne und von oben konnte man beeindruckende Canyon-Formationen sehen. Auch dort machten wir wieder einige Trails, um diese gewaltige Natur zu sehen und einfach nur zu staunen. Ich fühlte mich übrigens zunehmends besser, aber immer noch nicht fit. Daher gingen wir es recht ruhig an und ließen manchmal auch nur die Natur auf uns wirken und genossen die Schönheit Utahs. Den Nachmittag chillten wir dann auch im Zimmer vorm Fernseher, bevor es am nächsten Tag Richtung Arizona ging.

Zion bis Moab: 13.11.-19.11.2017