Von Arizona ging es wieder nach Kalifornien, wo sogar an der Grenze eine Argrar-Inspektion ist und man sofort an der Tankstelle die deutlich teureren Preise spürt als noch zuvor. Wir fuhren direkt zum Joshua Tree Nationalpark, es war unglaublich heiß im Vergleich zu Utah oder auch Arizona. Nach dem Besuch des Visitor Centers ging es gleich mal zu einem der Campingplätze, damit wir noch einen Platz bekommen.

Joshua Tree Nationalpark

Es dauerte länger als wir dachten einen Platz für uns zu finden, Thanksgiving stand vor der Tür und entsprechend viele Einheimische waren auch unterwegs. Aber wir fragten uns durch, ob wir unser Zelt noch wo dazu stellen dürften und wurden dann auch von zwei Kanadiern herzlich „aufgenommen“. Ebenfalls zwei Langzeitreisende, mit denen hatten wir also genügend Gesprächsstoff. Zwischendurch machten wir uns aber auch mal auf den Weg, um uns ein paar Dinge im Nationalpark anzusehen, zum Beispiel den Kaktus-Walk, einen Nature Walk und noch einen Aussichtspunkt am Weg zum Campingplatz. Abends kochten wir dann auch für die beiden Kanadier. Nachts wurde es deutlich kühler und wir aßen bei ihnen im Wohnwagen, wo es wohlig warm war und hatten ein langes interessantes Gespräch mit den beiden. Danach machten wir uns ein Feuerchen, das quasi schon Standardprogramm bei Camping-Übernachtungen geworden war. Gut aufgewärmt schlüpften wir dann in unsere Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen machten wir uns recht früh auf, um den Hidden Valley Walk zu machen – es war extrem heiß an dem Tag. Daher beließen wir es auch nur bei dem einen Walk, eigentlich wollten wir noch einen zweiten machen. Allerdings mussten wir sowieso weiter, denn wir waren bei Christians Eltern in Temecula für Thanksgiving eingeladen. Wer es nicht weiß, Christian ist der Couchsurfer, bei dem wir in San Francisco waren. Eine wirklich coole Sache – Thanksgiving ist eine Familientradition und kann man demnach authentisch nur zu Hause bei einer Familie erleben. Was hatten wir für ein Glück!?

Temecula

Herzlich wurde wir aufgenommen und bekamen sofort ein erfrischendes Bier 🙂 Nach dieser Abkühlung und einer angenehmen Dusche waren auch wir „herzeigbar“ für das große Fest. Mit der Zeit trudelten immer mehr Familienmitglieder ein, am Ende waren wir um die zwanzig Personen. Der Truthahn war schon länger im Ofen, alles Weitere wurde vorbereitet und wir waren vertieft in viele Gespräche. Und irgendwann ging es dann los, das viele Essen wurde auf den Tisch ausgebreitet. Aber zuerst gab es Dankesworte von jedem Einzelnen. Es ist also wirklich wie in den Filmen! Ich finde das eine wunderschöne Tradition, man sollte sich viel öfter darauf besinnen, wofür man dankbar ist und wie gut es uns geht. Nach diesen, teils sehr bewegenden Worten, ging es ans Essen. Es gab sooo viel, jeder hatte noch etwas mitgebracht. Wir aßen sicherlich für Stunden und es war herrlich! Wir saßen noch bis spät nachts zusammen und plauderten und tranken natürlich auch das ein oder andere Bierchen 😉 Ziemlich müde ging es dann irgendwann in unseren Schlafsack, im Wohnzimmer durften wir netterweise unser Schlaflager aufbauen.

Am nächsten Tag gab es ein traditionell mexikanisches Frühstück – Christians Familie ist ursprünglich aus Mexiko – eine Kuttel-Suppe. Es war somit ein interessanter Kulturmix, den wir erleben durften. Danach waren wir noch mit Christian, seiner Schwester Julie und der Schwägerin bei einem Weingut zu einem Wine Tasting. Temecula liegt in der südkalifornischen Weinregion und strotzt nur so vor Weinbergen. Wir genossen ein paar herrlich erfrischende Weine im Weingut Hart. Leider war damit unsere Zeit in Temecula auch zu Ende, denn für uns ging es weiter nach San Diego. Aber bei Christian würden wir in San Francisco am Ende noch drei Nächte verbringen und ihn damit nochmals treffen.

San Diego

Kurz nach Sonnenuntergang kamen wir im Hostel direkt am Strand in San Diego an. Das Hostel haben wir kurz zuvor erst während dem Wine Tasting gebucht, da es ziemlich schwierig war etwas preiswertes und gutes zu finden. Daher buchten wir zuerst nur eine Nacht, haben aber quasi direkt nach dem Einchecken eine zweite Nacht dazu gebucht, damit wir uns nicht wieder allzu stressen mussten. Was macht man in San Diego? Bilboa Park! Das liest man überall und erzählte uns auch jeder, daher ging es für uns nach dem Frühstück auch direkt dorthin. Der Park ist voll mit Museen, viel Grün, dem Botanischen Garten, Rosengärten, einem Kino und vielen mehr Attraktionen. Wir bestaunten den Botanischen Garten und das gratis Museum, wo aktuell auch eine Monet-Sammlung ausgestellt war. Danach spazierten wir bei herrlichem Wetter weiter zu den Rosengärten. Danach schlenderten wir zur San Diego Downtown, was eine längere Angelegenheit war, aber somit sieht man gleich mehr. Am Ende landeten wir im Gaslamp Quarter, das voll mit Restaurants und Cafés ist. Preislich natürlich alles etwas zu gehoben für uns, daher aßen wir dann im Hostel.

An diesem Tag war auch Black Friday, wir wollten bereits länger neue Handys kaufen. Dadurch, dass unsere Kamera gestohlen wurde, waren wir angewiesen auf gute Kameras der Handys. Und naja, das geht besser 😉 Da wir aber den Black Friday nicht persönlich in langen Warteschlangen verbringen wollten, haben wir dann online bestellt, um am nächsten Tag am Weg nach Los Angeles im Best Buy unsere Handys abzuholen. Das haben wir auch genau so gemacht 🙂 Den Abend haben wir dann gemütlich im Hostel mit ein paar Bier verbracht, da es leider abends recht kühl war, daher war ein Strandspaziergang nicht wirklich attraktiv.

Joshua Tree bis San Diego: 22.11.-26.11.2017